Algerischer Kaffee – die spektakuläre Geschichte hinter dem Mazagran

Algerischer Kaffee – die spektakuläre Geschichte hinter dem Mazagran

Algerischer Kaffee hat eine lange Tradition
  • In Algerien heißt Kaffee „shaadhiliyye„, benannt nach Ali Ibn Umar al-Shaadiliyye, der bis 1418 lebte.
  • Man sagt er habe als Erster den Kaffee als Getränk von Äthiopien als Heilmittel nach al-Mokha im Jemen gebracht.
  • Algerische Reisende sind wohl das erste Mal in Kairo mit dem Kaffee in Berührung gekommen.
  • Kairo war schon damals ein wichtiges Zentrum der islamischen Welt und Umschlageplatz von Handelsgütern und Ideen sowie Zwischenstationen für viele Pilgerer auf ihrer Hadj nach Mekka.
  • Heute importiert Algerien seinen Kaffee zu 39 % aus der Elfenbeinküste und zu 44 % aus Indonesien und Vietnam.
  • Was dich im Blogpost noch erwartet? Probiere 4 typische algerische Kaffeerezepte und erfahre wer, wann und wie der weltberühmte Mazagran erfunden wurde.

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Algerischer Kaffee – Landestypische Zubereitung

Da die Algerier sehr gastfreundlich sind, wird gerne gemeinsam Kaffee oder Tee getrunken.

Qahwa

Die Tuareg trinken ihren Kaffee sehr stark und teilweise auch ohne Zucker.

Qahwa Maâtra/ Café Algérois

Traditionelles algerischer Kaffee aus dem 17. Jh.
Zutaten für ca. 4 kleine Tassen Kaffee

Zunächst den Zimt mit dem gemahlenen Kaffee vermischen. Kaffee türkisch zubereiten und danach die Vanille und das Orangenblütenwasser* hinzufügen. Dann 2-3 Minuten warten. Algerischer Kaffee wird dann in kleine Tassen eingeschenkt und ggf. mit Zucker gesüßt. Serviert wird algerischer Kaffee mit einem Dessert mit Honig wie Besboussa, Qalb Bel Louz oder Maqrout.


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Mokka mit Ziegenmilch

Der Kaffee in Algerien ist meist ein sehr starker Mokka. Traditionell wird er mit reichhaltiger Ziegenmilch* gereicht.

Café Mazagran
  • ist ein kalter, gesüßter algerischer Kaffee und ist wohl „der erste Eiskaffee„.
  • Die französische Invasion in Algerien begann in den 1830ern, als sie die Kontrolle vom Osmanischen Reich übernahmen. In den letzten Jahren der 1830er standen die französischen Truppen vor einer Widerstandsbewegung, angeführt vom Sufi-Gelehrten Emir Abd al-Qadir.
  • Vom Emir Abd el-Kader als Verstoß gegen den Vertrag von Tafna angesehen, der 1837 unterzeichnet wurde, wurde der Krieg fortgeführt. 123 französische Soldaten dabei von Abd al-Qadirs Kämpfern in einer Festung am Außenposten von Mazagran eingeschlossen. Als sie nach tagelanger Belagerung durch Verstärkung freikamen, wurden die Soldaten in Frankreich als Helden gefeiert. Aufgrund der übertriebenen Darstellung war Mazagran en vogue. Das dauerhafteste Denkmal für Mazagran war kalter Kaffee.

Die Soldaten konnten in der Festung nicht wie gewöhnlich ihren Kaffee mit Brandy trinken. Stattdessen verdünnten sie ihn mit Wasser. Also bestellte man in französischen Cafés „un mazagran“ und bekam Kaffee, der in einem hohen Glas serviert wurde, manchmal mit Eis, und begleitet von einem Becher mit kaltem Wasser zum Verlängern.

  • Inzwischen ist der Mazagran in Frankreich verschwunden. Dafür ist er als Kaffeelimonade in Portugal wiederbelebt worden. Manchmal werden auch Rum und Minze dazugegeben und mit Zuckersirup gesüßt.
  • In Österreich wird Mazagran-Kaffee mit Rum zubereitet, mit einem Eiswürfel serviert und in einem Schluck getrunken.
  • In Katalonien wird der Eiskaffee mit Zitrone zubereitet.

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