Süßmund Kaffee – Eine Kaffeereise zum Ursprung

Süßmund Kaffee – Eine Kaffeereise zum Ursprung

Kooperation

Habt ihr auf einer Kaffeeverpackung schon einmal „direct trade“ gelesen und euch gewundert, was das bedeutet? Fair Trade kennt man ja. Aber was genau ist der Unterschied und wie sieht Direct Trade in der Realität aus? Das erfahrt ihr heute in meinem Beitrag anhand des Kaffeerösters Süßmundkaffee aus Wien.

Direct Trade vs. Fair Trade

Direct Trade ist kein eingetragenes Markenzeichen wie Fairtrade. Es gibt lediglich an, dass die Kaffeepreise direkt mit den Kaffeebauern, der Kooperative oder dem Importeur verhandelt werden und weit über dem katastrophalen Preis an der Börse und in der Regel auch über Fairtrade Level liegen. Des Weiteren werden oft auch soziale oder ökologische Projekte vor Ort unterstützt. Die Bauern werden nicht nur als Lieferant betrachtet, sondern als Partner. Das wiederum steigert die Qualität des Kaffees. Unerschwinglich sind die Bohnen trotzdem nicht, denn Zwischenhändler und Kaffeebörse verdienen an Direct Trade Kaffee nicht mit.

Fairtrade dagegen sichert den Bauern lediglich einen festen Preis zu, unabhängig von täglich schwankenden Börsenpreisen, verbietet Kinderarbeit und limitiert den Einsatz von Chemikalien. Aber auch die Fair Trade Zertifizierung muss von den Bauern vorab bezahlt werden. Über die Qualität des gerösteten Kaffees sagt das Fairtrade Siegel nichts aus.

Direct Trade am Beispiel Kaffee Nicaragua – Finca Montecristo

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Süßmund Kaffee bezieht Kaffeebohnen aus Nicaragua schon seit über 7 Jahren von der Finca Montecristo von Ulrich Salamun und seiner Frau Sabine Khalil. Sie arbeiten fast ausschließlich Biozertifiziert, haben einen hohen Anspruch an die Qualität und versuchen diese von Jahr zu Jahr immer weiter zu steigern. Die Arbeiter auf Ihren Farmen bekommen Essen, werden medizinisch versorgt und werden auch für bessere Arbeit besser bezahlt. 2019 haben Sabine und Ulrich für die örtliche Gemeinschaft La Corneta sogar einen Kindergarten gebaut.

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Die Arabica-Pflanzen (roter und gelber Catuai) wachsen hier auf 1088m, und zwar im Schatten. Denn Kaffee ist eine Schattenpflanze und die natürlich Biodiversität macht zwar die Ernte schwieriger. Dafür braucht es aber keine chemischen Dünger und Pestizide.

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Nikolaus und Norbert von Süßmund Kaffee waren 2020 genau zur Verarbeitung (Processing) des Kaffees vor Ort. Nach der Ernte werden die unreifen und schlechten Kaffeekirschen aussortiert. Danach wird die Fruchtschale von den Bohnen entfernt (Pulping). Für den Kaffee von Süßmund kommen die Bohnen dann für 2 Wochen in die Sonne zum Trocknen. Das schont nicht nicht nur die Wasser Ressourcen, sondern verleiht den Bohnen eine gewissen fruchtige Süße. Kein Wunder, dass die Aufbereitung in Fachkreisen als Honey bezeichnet wird.
Bevor die Bohnen geröstet werden können, werden sie gereinigt, sortiert und klassifiziert.

Und wie schmeckt der Kaffee?

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Die ersten gerösteten Samples einer neuen Ernte zu probieren ist immer spannend. Die Jungs waren begeistert vom Kaffee. Der ist vollmundig, säurearm und hat Aromen von Walnuss, dunkler Schokolade und süßer Marille. Perfekt als schokoladiger Espresso oder als Basis für Cappuccino und Co.. Ich habe den Kaffee probiert und finde, das ist ein echter Allrounder für den Alltag. Mit dem Nicaragua Montecristo macht ihr nicht nur Oma glücklich, wenn sie zu Besuch kommt, sondern auch euren Third Wave Buddy 😉 Und das gute Gefühl für Anbau, Handel und Umwelt gibt es gratis obendrauf.

Wenn ihr den Kaffee von Nikolaus & Norbert auch in eurer Tasse haben möchtet, geht es hier zum: Nicaragua – Montecristo BIO & Direct Trade / Espresso

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