Süd-Sudan

Tatsächlich ist der Südsudan eine der Wiegen des Kaffees wie seine Nachbarländer Äthiopien und Eritrea.
  • Arabica Pflanzen wuchsen natürlich auf dem Boma Plateau.
  • Nachdem der Anbau lange in Vergessenheit geriet, fingen die Belgier als Kolonialherren Ende des 19. Jh. wieder mit Pflanzungen an.
  • Diese verwilderten über die Zeit und so entstand eine seltene, aromatische Robusta-Pflanze, die lange Zeit nur zum Eigenbedarf angebaut wurde.
  • Der lange Bürgerkrieg zwischen dem islamischen Norden und dem christlichen Südsudan setzte der Kaffeeproduktion ein Ende.
  • Mit der Unabhängigkeit in 2011 begannen die verbliebenen Bauern wieder mit dem Kaffeeanbau.
  • George Clooney regte Nespresso an, wilden Kaffee in der Region Yei anzubauen. Sie förderten mit dem Programm AAA Sustainable Quality ab 2012 mit der US-Entwicklungshilfeorganisation Techoserv und der US-Behörde USAID den Anbau durch Schulungen, Gelder und Abnahmequoten.
  • Jetzt gibt es „SULUJA ti South Sudan“ als streng limitierte Kaffeerarität – was übersetzt so viel wie „Beginn des Südsudans“ bedeutet.
  • Mild und ausgeglichen im Geschmack mit intensiven Aromen von getrocknetem Getreide sowie leichte Holznoten.
  • Tolles Engagement, nur schade, dass der Kaffee in Aluminium Kapseln eingesperrt wird!
  • Arabica wächst auch wild im Land, wird aber aufgrund des Klimawandels schon 2020 nicht mehr geben.

☕ Landestypische Zubereitung

Guhwah (Kaffee)
  • Der Kaffee wird in einer speziellen Kaffeekanne mit einer langen Tülle, der Jebena, serviert.
  • Die Kaffeebohnen werden in einer Pfanne geröstet.
  • Danach per Hand in einem Mörser gemahlen.
  • In einem Tongefäß wird Wasser zusammen mit dem Kaffeepulver, Gewürzen wie Nelken oder Zimt, Kardamom, Ingwer und Pfeffer aufgekocht.
  • Nach dem Sieden wird der Guhwah in kleine Becher gegossen, von möglichst weit oben, um Aroma, Ton und Schaum zu verstärken.

Bildlizenz: Bertramz CC BY-SA 3.0

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