Slowakei

Nr. 6 der Kaffeetrinker weltweit
  • Die ersten Cafés wurden in Bratislava im 18. Jh. eröffnet.
  • Hier tranken Aristokraten Kaffee und Wein im europäischen Stil in elegant eingerichteten Salons. 
  • Im 19. Jh. schlossen sich die Mittelschichten – Kaufleute, Rechtsanwälte, Ärzte und Künstler an.
  • Den Höhepunkt erreichte die Café-Kultur im 20. Jh. in der Zwischenkriegszeit, als Studenten, Schriftsteller und Künstler ihre Lieblingscafés besaßen, in denen sie „um Politik kämpfen“ konnten.
  • Dieser soziale Raum verschwand nach dem 2. Weltkrieg mit den kommunistischen Machthabern der Tschechoslowakei.
  • So wurde Kaffee meist nur noch zu Hause getrunken.
  • Nach 1989 und der Abspaltung der Slowakei aus der Tschechischen Republik im Jahr 1993 konnten die Slowaken frei reisen, die offene Cafékultur Westeuropas erleben und so exotische Kaffeesorten aus Lateinamerika und Afrika probieren.
  • Die alten Cafés waren nicht mehr gut genug.
  • Entsprechend bekommt man heute auch in kleinen Röstereien und Cafés Spezialitätenkaffee.
  • In der Hauptstadt Bratislava gibt es rund um den Altstädter Ring rund 160 Cafés.
  • Bei so viel Kaffeeliebe ist es nicht verwunderlich, dass es die Slowakei im Ranking um die größten Kaffeetrinker weltweit direkt nach Deutschland auf Platz 6 schafft.
  • Die Slowaken trinken täglich 1,201 Tassen.
  • Zum Kaffee gibt es gerne Medovník, einen Kuchen mit viel Honig und Zimt.

☕ Traditionelle Zubereitung

Presso

Typisch slowakisch starker Kaffee aus der Maschine, der nichts mit Espresso zu tun.

Turek bzw. Turecká Káva 

Anders als beim original türkischen Kaffee wird 1 TL Kaffeepulver einfach in einer Tasse oder einem Glas mit kochendem Wasser übergossen und nach Bedarf gezuckert. Bevor der Kaffee getrunken wird, lässt man ihn 3-4 min. stehen, sodass sich das Kaffeepulver absetzen kann.

Seit einigen Jahren wird türkischer Kaffee hier aber auch in einer Cezve (džezva auf Tschechisch) zubereitet.

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