Nachhaltigkeit

Nach Schätzungen des Kaffeeverbandes stammen noch immer 92 % des Kaffees aus konventionellem Anbau.
Die übrigen 8 % stehen für nachhaltigen Kaffeeanbau.

Für bessere Produktions- und Umweltbedingungen plädieren 18,4 % der Kaffeetrinker. Dieser Artikel ist für euch! Hier eine Übersicht, welche Organisation sich in welchem Bereich engagieren, aber auch ganz einfache Tipps für euch:

Kaffee aus zertifiziertem Anbau
  • Siegel als Erkennungsmerkmal für nachhaltigen Kaffeeanbau (z. B. von Fairtrade, Rainforest Alliance, UTZ CERTIFIED).
  • Siegel zeigen, dass der Kaffee von zertifizierten Farmen stammt, auf denen die Einhaltung bestimmter Sozial-, Umwelt- und Wirtschaftsstandards überprüft wurde.
  • Aber nicht immer ist Kaffee aus nachhaltigem Anbau an einem Siegel zu erkennen.
  • Kaffeeröster der Third Wave Bewegung haben direkten Kontakt mit den Kaffeebauern und können auch ohne Siegel für organischen Anbau garantieren und handeln den Kaffee sogar direkt.
Versand
  • Müsst ihr online bestellen, oder habt ihr vielleicht doch einen Röster vor der Haustür? Hier eine deutschlandweite Maps Karte von Quijote Kaffee
  • Wenn Ihr Kaffee online bestellt, darauf achten, dass die Pakete aus Deutschland mit DHL GoGreen versendet werden, denn dann wird CO²-Ausgleich für jedes Paket bezahlt.
  • DPD hat als erstes Transportunternehmen den CO²-neutralen Versand als Standard eingeführt.
Verpackungen
  • Fragt euren Röster des Vertrauens, ob er Flyer, Broschüren und Postkarten auf zertifiziertem Recycling-Papier mit biologisch abbaubaren Farben druckt.
  • Wenn es ein Coffee-to-go sein muss, dann bitte mit eurem eigenen Becher oder
  • Bechern und Tüten aus Materialien wie Bambusfasern, Maisstärke, Holzfasern, Zuckerrohr, Palmblätter oder aus Biokunststoffen wie PLA oder CPLA.
  • Es sollten keine Weichmacher oder Erdöl enthalten sein.
  • Strohhalme gibt es auch aus Edelstahl, Stroh, Biokunststoff oder Papier.
CO2 Fußabdruck
  • Organisch angebauter Kaffee (BIO) hat eine bessere CO2-Bilanz, da er ohne den Einsatz von Düngern, Unkraut- und Schädlingsvernichtungsmitteln beim Anbau auskommt.
  • Kaffee auch mal zu Hause trinken.
  • Wer beim nächsten Starbucks eine Latte Macchiato mittlerer Größe mitnimmt, bucht mehr als doppelt so viel Punkte auf sein persönliches CO2-Konto.
  • Die Zubereitung mit dem Vollautomaten verbraucht mehr Energie als ein Handfilter.
  • Milch besser vom regionalen Bio Bauern beziehen – das schmeckt besser und spart Transportwege.
  • Finger weg von Kapseln und Pads.
Wasserfußabdruck
  • Es braucht 132 l Wasser für 1 Tasse Kaffee!
  • Lieber Arabica anstelle Robusta- Kaffee trinken.
  • Bei der trockenen Aufbereitung des Kaffees wird natürlich weniger Wasser als bei der Nassen benötigt. Auf Spezialitätenkaffee steht das auf der Packung.
  • Bio Kaffee und „shade-grown“ bevorzugen – also nicht von industriell bewirtschafteten Plantagen mit zentralem Bewässerungssystem wie z. B. in Brasilien.
Energie
  • Ökostromanbieter findet ihr hier in einer Übersicht und könnt sie vergleichen. Den Biogas Anbieter Vergleich gibt es hier.
Zero Waster
Kaffee-Startups

Coffee Circle bietet im eigenen Onlineshop Spitzenkaffee aus nachhaltigem Anbau an. Pro verkauftem Kilogramm Kaffeebohnen unterstützt Coffee Circle Entwicklungsprojekte vor Ort. Das Besondere dabei ist, dass der Kunde beim Kauf der Kaffeebohnen selbst entscheiden kann, welches Projekt unterstützt werden soll. Das Unternehmen publiziert die jährlich vorgenommenen Spendenbeiträge über ihren eigenen Verein (Circle e.V.) – so ist dokumentiert, welche Spenden in welchem Projekt landen.

Green Cup Coffee bietet fair gehandelte Arabica-Kaffees von den weltbesten Fincas, welche Jahr für Jahr ausgewählt werden. Dabei wird nicht nur auf die geschmackliche Qualität der Kaffeebohnen geachtet, sondern auch auf die Anbau- und Verarbeitungsmethoden sowie die sozialen Strukturen der Farm. Ein ressourcenschonender Umgang mit der Natur, eine angemessene Infrastruktur für die Angestellten und Erntehelfer sowie der Fokus auf ein Qualitätsmanagement vor Ort sind für das Unternehmen von höchster Bedeutung.

Samocca bietet im eigenen Onlineshop unterschiedliche Kaffeesorten an, die fair und hochwertig produziert werden. Es werden nur Bohnen aus präzise definierten Anbaugebieten genutzt, die in einer Werkstattarbeitsgruppe zur Förderung von behinderten Menschen verarbeitet werden. Dabei werden die traditionellen Methoden der alten Kaffeemanufakturen verwendet. Wer Produkte mit der Arabicabohne kauft, die auf der SAKE COFFEE PLANTATION in Ruanda angebaut wird, der unterstützt Projekte vor Ort und die Menschen in Ruanda.

SAMOCCA ist ein Projekt des Samariterstifts Neresheim, einer Einrichtung für über 600 ältere, behinderte und psychisch kranke Menschen in Neresheim, Bopfingen und Aalen. Träger des Samariterstift Neresheim ist die Samariterstiftung, eine kirchliche Stiftung bürgerlichen Rechts. Mit ihren mehr als 30 Einrichtungen und einer über 100-jährigen Geschichte, ist sie einer der großen Anbieter sozialer Dienstleistungen in Württemberg.

Moema setzt neue Maßstäbe in Sachen Fairness und lebt das Modell des Direct Fair Trade: Zusätzlich zu den von den konventionellen Gütesiegeln vorgeschriebenen Mindeststandards sieht Direct Fair Trade vor, dass die gesamte aus der Produktion resultierende Wertschöpfung im Anbauland verbleibt. Moema ist der erste und bislang einzige Kaffeelieferant in Europa, der diesen neuen Standard des fairen Handels konsequent umsetzt und wirklich faire Bedingungen für die Erzeuger sicherstellt.
Diese Praxis favorisieren viele Kaffeeröster. Fragt einfach mal nach.

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