Eritrea

Eritrea

Als Teil des damaligen Abessiniens kann Eritrea auch als Wiege des Kaffees bezeichnet werden.
  • Seit 1993 ist der Staat von Äthiopien unabhängig.
  • Da es aufgrund des Klimawandels immer weniger und unzuverlässiger regnet, haben die Bauern mit erschwerten Anbaubedingungen zu kämpfen, trotz unterstützender EU Maßnahmen.

Landestypische Zubereitung

Die eritreische Kaffeezeremonie Bunn ähnelt der äthiopischen Buna entsprechend sehr.

  • Die Frau wäscht die grünen Kaffeebohnen und röstet sie dann in einem kleinen Topf (Menkeshkesh).
  • Besonders beliebt ist Kaffee aus dem äthiopischen Anbaugebiet Lekemti.
  • Wenn die Bohnen dunkel genug sind, wird der Topf herumgereicht, sodass jeder in den Genuss des Aromas kommen kann.
  • Dann werden die Bohnen in einem Mörser (Maukatebune) zerstampft bzw. gröber gemahlen und auf eine kleine Matte (Meshrefet) gestreut, mit der der gemahlene Kaffee in den Pot (Jebena) zusammen mit Wasser geschüttet wird.
  • Dazu kommen Gewürze wie Ingwer (Jenjeble).
  • Der Kaffee wird auf einem kleinen Holzkohleofen (Farnello) ca. 30 min. erhitzt, darf aber nicht überkochen.
  • Zum Abkühlen wird der Kaffee deshalb 3-4 mal in den kleinen Topf gegossen – und wieder in die Jebena.
  • Daneben wird auf einem Stück Holzkohle in einem separaten Behälter Weihrauch entzündet, dessen Duft den ganzen Raum einnimmt.
  • Nachdem der Kaffee fertig ist, wird er aus 30 cm Höhe in kleine zarte Porzellantassen (finjal) mit viel Zucker eingegossen.
  • Dazu gibt es gesalzenes Popcorn (Ebaba), manchmal auch Fladenbrot (Kitcha) und Nüsse oder feines süßes Gebäck.
  • Der Kaffee wird 3x aufgegossen, so dass so eine Zeremonie 1-2 Stunden Zeit benötigt. Der Älteste bekommt die 1. Tasse gereicht.
  • Die 1. Runde Kaffee ‚awel‘ ist die stärkste. Zeit für delikate Gespräche – wie ein Heiratsantrag, ein wichtiges Geschäft, politische Verhandlungen, o.ä.
  • Die ‚kale’i‘, die 2. Runde mit etwas schwächerem Kaffee steht für die Gesundheit und die Seele. Diese Tasse wird als Teil eines ”Transformationsprozesses des Geistes“ angesehen, der seinen Höhepunkt oder die Auflösung, in der 3. Tasse, der ‚baraka‘ (’gesegnet zu sein’) findet.
  • Zeit zu gehen, denn die 4. Tasse ‚derdja‘ ist dem Hausältesten vorbehalten.Wer die Zeremonie früher verlässt, gilt als unhöflich und es wäre eine Beleidigung für die Gastgeber. Man könnte ja meinen, der Kaffee wäre nicht gut gewesen.
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

2 Comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.