Aluminium Kaffeekannen

Time to say goodbye

Ich muss schon sagen – es fiel mir sehr schwer, mich von DEM Klassiker zu trennen. Meine kleine Moka Express hatte nicht nur sexy Ecken und Kanten, sie brühte auch einfach und schnell guten Espresso. Nur leider ist das Teil aus Aluminium. Nachdem ich schon aufgehört habe, mir Aluminium unter die Achseln zu sprühen, wird es höchste Zeit auch keines mehr zu trinken. Warum und welche Alternativen es gibt, lest ihr heute in meinem Artikel.

Moka Express aus Aluminium

Die Vorteile und etwas Nostalgie
  • Es gibt sie seit 1933 und sie ist die erste Espressokanne für den Privathaushalt.
  • Aluminium ist leicht und kostengünstig.
  • Die achtkantige Bialetti-Form sorgt für eine perfekte Wärmeverteilung und verstärkt so das Aroma des Kaffees.
  • Über 300 Mio. mal verkauft, ist die ‘Caffettiera’ ein weltweites Kultobjekt und fester Bestandteil traditioneller Kaffeezubereitungen.
Die Nachteile
  • Die Kannen sind zwar für Elektro- und Gasherd geeignet, nicht aber für Induktionsherde.
  • Sie sind auch nicht geeignet für den Geschirrspüler und müssen von Hand gereinigt werden.
  • Die Mokka-Kanne besteht aus Aluminium.
Wie kommt das Aluminium in den Kaffee
  • Beim Espresso-Kocher aus Aluminium bildet sich wohl eine schützende Patina, die verhindert, dass das Leichtmetall ins Getränk übergeht. Deshalb soll man vor dem ersten Gebrauch ein paar Mal den gebrühten Kaffee weggießen und auf keinen Fall im Geschirrspüler reinigen, da dadurch die Patina entfernt wird.

Diesem Forschungsergebnis des Hessischen Landeslabor stehen aber andere Erkenntnisse gegenüber.

Ist Aluminium schädlich?
  • Aluminium ist das häufigste Metall in der Erdkruste. Als Aluminiumsilikat ist es aber nicht toxisch.
  • Erst nach der Verarbeitung zu Aluminium wirkt das Leichtmetall gesundheitsschädigend.
  • Das Problem mit Aluminium fängt aber noch viel früher an. Für die Gewinnung aus Bauxit werden in Südamerika Tausende Hektar Urwald jeden Tag gerodet. Die anschließende Weiterverarbeitung mit Chemikalien und der Lagerung bzw. Entsorgung der Abfallprodukte verseuchen die Umwelt.
  • Bei gesunden Menschen erfolgt die Aluminiumausscheidung über die Nieren. Im Laufe des Lebens reichert es sich jedoch besonders in der Lunge und im Skelettsystem an.
  • Aluminium kann das Nervensystem, die Fruchtbarkeit und die Knochenentwicklung schädigen.
  • Eine hohe Aluminiumbelastung wird auch in Zusammenhang mit vielen chronischen Erkrankungen wie Osteoporose, Multiple Sklerose, Epilepsie und Rheuma in Verbindung gebracht.
  • Bei 50-60 % aller Brustkrebspatientinnen bildete sich der Tumor an den äußeren Quadranten der Milchdrüsen. Deshalb wurde Aluminium aus den meisten Deodorants verbannt.
  • Bei Patienten mit fortgeschrittener Demenz und Alzheimer lassen sich im Hirn sehr häufig Aluminiumrückstände nachweisen. Die Betroffenen nehmen oft aluminiumhaltige Medikamente zur Regulierung der Magensäure ein. Auf dem Beipackzettel solcher Medikamente wird sogar auf die Folgen einer permanenten Einnahme hingewiesen: „Bei Dauereinnahme seien die Aluminiumspiegel im Blut zu kontrollieren, weil es bei Einnahme hoher Dosen – speziell, wenn die Nierenleistung beeinträchtigt ist – zur Aufnahme von Aluminium in Organen und zur Demenz kommen kann.“
  • Es gibt weltweit nur ca.500 Forscher, die sich intensiv mit dem Leichtmetall Aluminium beschäftigen. Ihnen Gegenüber stehen große Konzerne und Interessensgruppen, die in zahlreichen Studien die Unschädlichkeit des Leichtmetalls belegen.

Hier ein Interview mit Professor Christopher Axley – einer Koryphäe auf dem Gebiet der Aluminiumforschung

Die Alternativen

Ich traue der angeblichen Patina nicht und habe mal geschaut, was Bialetti sonst noch zu bieten hat. Edelstahl ohne acht Ecken. Nun ja und da ist nun meine neue Bialetti – diesmal mit Taille und Rundungen. Mein Modell hört auf den Namen Venus. Da schmeckt der Kaffee gleich noch besser.

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