Kalter Kaffee

Da Niederländer im 17 Jh. auf Reisen in ihre Kolonien ohne Elektrizität nicht auf ihren Kaffee verzichten wollten, erfanden sie den Cold Drip Kaffee, der deshalb auch als „Dutch Coffee“ bezeichnet wird. Heute ist diese Notlösung im Trend.
Oft handelt es sich um Kaffeekonzentrate, die dann entsprechend verdünnt getrunken werden (1:2). Übrigens auch perfekt für Kaffee basierte Cocktails!
Der Kaffee enthält mehr Koffein als normaler Kaffee und 67 % weniger Säure, was ihn bekömmlicher macht. Zudem können verschiedene Aromen wie Beeren, Citrus, Schokolade, tropische Früchte und Nüsse leichter erkannt werden. Im Vergleich zu heiß gebrühtem Kaffee verändert sich der Geschmack des Cold Brew nicht. Das macht das Konzentrat einige Tage im Kühlschrank haltbar. Entsprechend gibt es immer mehr Marken, die fertigen Cold Brew Coffee to go verkaufen.
Cold Brew ist aber nicht gleich Cold Brew! Es gibt diverse Rezepte und Methoden. Die möchte ich euch kurz vorstellen.

Cold Brew
  • Ist heute die dominierende Brau-Methode.
  • Kaffee zieht in kaltem Wasser in einem verschlossenen Behältnis zwischen 8-24 Stunden – bei Zimmertemperatur oder im Kühlschrank.
  • Das Verhältnis von Kaffee zu Wasser ist oft so kalkuliert, dass am Ende ein Konzentrat entsteht.
  • 500 ml Wasser auf 100 g Kaffee

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Eiskaffee / Iced Coffee
  • Kaffee, der heiß gebrüht wird und kalt auf Eis serviert wird.
Japanische Methode/ Ice Brew
  • auch als „flash-chilled“ oder „flash-brewed“ Eiskaffee bezeichnet
  • Der Kaffee wird heiß gebrüht, z. B. in einer Chemex, direkt über Eis (oben im Filter also heiß, topft er direkt auf Eiswürfel)
  • Beim Kaffee Verhältnis wird vorab die sofortige Verdünnung beim Schmelzen des Eises berücksichtigt.

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Nitro-Coffee / Stickstoff Kaffee
  • Der kalt aufgegossene Kaffee wird mit Stickstoff versetzt.
  • Das macht den Kaffee cremiger und süßer und erinnert an süßen Eiskaffee, ohne dass Milch oder Zucker enthalten sind!
  • Dadurch, dass der Kaffee aus einem Zapfhahn kommt und eine Schaumkrone hat, erinnert das schwer an ein Guinness.
Cold Drip Coffee / Slow Drip Cold Brew
  • Hierfür braucht man einen speziellen Kaffee Zubereiter – den Cold Dripper.
  • Der besteht aus einem obersten Behälter für das Eis/ Wasser oder einen Mix aus beidem.
  • Das tropft durch ein Ventil auf den Kaffee im 2. Behälter.
  • Das entstehende Kaffeekonzentrat tropft dann in den untersten 3. Behälter.
  • 500 ml Eiswasser auf 50-90 g Kaffee (gröber gemahlen als für die French Press)
  • Je nach Einstellungen braucht der Kaffee 3-24 Stunden.

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Hot-Bloomed Cold Brew
  • Kaffee wird erst kurz mit heißem Wasser angefeuchtet
  • dann mit kaltem Wasser aufgegossen und 12-24 Stunden im Kühlschrank gelassen.
Flash-chilled Coffee
  • Funktioniert ähnlich wie die japanische Methode, nur dass der heiße Kaffee blitzgekühlt wird, typischerweise über ein Wärmetauschersystem, wie es in der Bier- und Weinindustrie üblich ist.
  • Das verspricht mehr Kontrolle über den Abkühlungsprozess und man kann auf die Verdünnung durch schmelzende Eiswürfel verzichten.

PS: Nicht vergessen, gefiltertes Wasser zu benutzen!
Für alle Infographic Fanatiker, bitte hier entlang 😉

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