Tag der Arbeit

So perfekt fällt der 1. Mai selten. Ich hoffe ihr habt gestern gut rein gefeiert und genießt das lange Wochenende!
Der Tag der Arbeit oder auch Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse ist für mich Anlass mal auf die Arbeitsbedingungen der Kaffeeproduzenten zu lenken.

Deutschen Kaffeekonsumenten:
  • lehnen Kinderarbeit in den Anbauländern ab (55 %)
  • wollen eine hohe Achtsamkeit für die natürlichen Lebensräume von Mensch und Tier (48 %)
  • sind interessiert an guten Arbeitsbedingungen für Kaffeefarmer (31 %) und
  • wünschen sich mehr Transparenz über deren Lebensumstände vor Ort (30 %)
Wie schaut es aber vor Ort wirklich aus?

Kaffee ist ein sehr arbeitsintensives Produkt, das vor allem am Anfang der Produktionskette, in den Produktionsländern wenig Gewinne einbringt.

  • Schlechte Bezahlung

    • In Guatemala bekommt ein Tagelöhner 36 Quetzales für das Pflücken von 4 Kisten voll Kaffeekirschen. Das sind etwa 3 € für 100 Pfund.
    • Soviel kann ein ausdauernder Arbeiter nur unter günstigen Bedingungen an einem Tag pflücken und damit ausreichend essen.
    • Viele Arbeiter auf Kaffeeplantagen leben in extremer Armut und leiden an Unterernährung.
  • Gesundheit
    • Die Arbeiter kommen bei kommerziell angebautem Kaffee wie in Brasilien ungeschützt mit Fungiziden und Pestiziden, also Chemikalien in Berührung.
    • Der Boden und das Wasser sind kontaminiert.
    • In solchen Gebieten kommt es oft zu einer außergewöhnlich hohen Zahl an Krebserkrankungen oder Krankheiten wie Parkinson.
  • Kinderarbeit Stand 2010:
    • In Kenia sind 60 % der Kaffeearbeiter Kinder.
    • In Guatemala sind über 30 % Kinder an der Kaffee-Ernte beteiligt.
    • In Honduras arbeiten Kinder während der Pflanz- und Erntezeit.
    • Die Kaffeeproduktion in Tansania gilt als eine der schlimmsten Formen von Kinderarbeit.
Was kann man tun?

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