Robusta Kaffee

Du bist so wunderbar…

Einen schlechten Ruf hat der Kaffee, denn „gut“ ist, was sich Hochlandkaffee oder 100 % Arabica nennt. Warum Robusta diesen Ruf völlig zu Unrecht hat, darum geht es heute. Deshalb zum Einstieg gleich meine Top 5 Pro Robusta

5.  Robusta-Pflanzen sind ertragreicher, pflegeleichter und widerstandsfähiger.
4.  Hilft beim Abnehmen mit mehr Chlorogensäure im Rohkaffee
3.  Mehr Crema!
2.  Für alle, die es kräftig mögen – Robusta hat mehr Körper
1.  DER macht wach, denn er hat doppelt so viel Koffein


Robusta Kaffee heißt eigentlich Coffea Canephora und ist wie Coffea Arabica eine von 124 aktuell bekannten Kaffeevarietäten. Beide sind aber fast die Einzigen, die für unseren täglichen Kaffeekonsum kultiviert werden. Zu 60 % wird Arabica und zu 36 % Canephora angebaut. Während Arabica im 7. Jh. in Äthiopien entdeckt wurde, gilt der Kongo als die Wiege des Robusta und wird dort auch heute noch zu 80 % angebaut. Mengenmäßig wird der meiste Robusta heute allerdings in Vietnam produziert. Weitere wichtige Anbaugebiete sind Indonesien, Uganda, Indien und Brasilien. Ein Großteil der Ernte wird für die Produktion von Instant Kaffee genutzt.

Die Robustapflanze wächst im Flachland, am besten zwischen 300 und 600 m Höhe. Sie vertragen heißere Temperaturen und mehr Regenfälle als Arabica und sind damit sehr viel pflegeleichter und widerstandsfähiger. Der höhere Koffeingehalt von 2 bis 4,5% wirkt wie ein natürliches Pflanzengift und macht die Pflanzen resistenter gegen typische Kaffeekrankheiten wie den Kaffeerost. Nach nur 8 Monaten sind die Kaffeekirschen reif, Arabicakirschen brauchen zwischen 9 und 11 Monaten. Auch tragen die Robustapflanzen mehr Kirschen und sind damit ertragreicher.

Die Bohnen selbst sind rund mit einer geraden Narbe. Der höhere Anteil an Chlorogensäure sorgt für einen bitteren vollen kräftigen Geschmack. Der geringe Anteil an Kaffeeölen macht den Kaffee weniger Aromavielfalt. Dafür sorgt es für mehr Crema. Wer karamellige nussige bis schokoladige Noten mag, der kommt beim Robusta voll auf seine Kosten.

Diese Vorteile werden vielfertig genutzt. Kaffeeregionen, in denen Kaffeerost den gesamten Arabica Bestand ausgelöscht haben, wurde z. B. mit Robusta Pflanzen wieder aufgeforstet. Auch züchtet man aus Arabica und Robusta Hybridpflanzen, sogannte Arabusta wie Timor und Catimor. Aber auch in Kaffeeblends macht mischt man Arabica und Robusta, um die Vorzüge beider Varietäten zu auszukosten. Das gilt sowohl für den Geschmack, als auch für die Crema. Denn Robusta erzeugt zwar mehr Crema, die von Arabica ist dafür stabiler.

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, hier gibt es 100 % Robusta, wenn nicht beim Röster um die Ecke

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