Mokka – ein Wort, viele Bedeutungen

Allein beim Bestellen eines Mokkas kann man viele Überraschungen erleben, denn der Begriff Mokka wird vielseitig benutzt. So bezeichnet er eine Stadt, einen Hafen, Kaffeebohnen, eine bestimmte Kaffeemischung, eine Kaffeekanne bis hin zu unterschiedliche Formen der Kaffeezubereitung.

Die Hafenstadt Mokka
  • Mokka ist eine Hafenstadt im Südwesten des Je­men – heute eher weniger von Bedeutung.
  • المخا (Al-Muchá oder al-Muhá) wie die Stadt im Ara­bi­schen genannt wird, war einst der wichtigste Aus­fuhr­ha­­fen des Jemen für Kaffee.
  • Der Kaffee wurde nämlich nach eben die­ser Hafenstadt Mokka benannt.
  • Lange wurde die weltweite Kaffeepro­duk­tion aus­­schließlich über Mokka ausgeführt.
  • Die oft wild wachsenden Bohnen stammten meist aus Äthi­­o­pien später auch aus dem Jemen.
  • Um anderen Ländern keine Möglichkeit des Kaffeeanbaus zu bieten, wurden die Kaf­­feebohnen im Jemen vor dem Export mit heißem Wasser übergossen, um deren Keimfähigkeit zu unterbinden.
  • Mokka wurde so zum Syno­nym für kräftigen Kaffee mit Schokoladennote.

Die Kaffeeart oder Varietät Mokka
  • Mokka-Kaffee wächst in ganz Äthiopien. Deshalb wird er gerne als „äthiopischer Mokka“ be­zeich­net.
  • Bo­tanisch scheiden sich die Geister, ob es sich beim Mokka um eine Kaffeeart („Coffea Mokka“) oder eine Varie­tät handelt („Coffea Arabica var. mok­ka“).
  • Die größten An­bau­ge­biete sind Sidamo, Limu, Gim­ba, Lekemp­ti, Yirgacheffe, Bon­ga und Harar.
  • Der Kaffee hat einen aus­geprägten Kör­per, kräftige Ka­kao­no­ten, Fruchtnoten wie Cassis, Brombeere oder Schwarzkirsche und einige auch florale, jas­min­­ähnliche Aromen.
Die Mokka-Bohnenform
  • Der äthiopische Mokka hat einen Anteil an Perlbohnen, auch als Peaberries (PB) oder Cara­coli bezeichnet.
  • Die Brasilianer nennen diese Boh­nenform deshalb Moca – in Brasilien eine eher un­er­wünschte Form, die günstiger verkauft wird.
  • In allen anderen Län­dern gelten Perlbohnen als be­son­ders hochwertig und sind deutlich teurer, da man durch das einsämige Wachs­tum den Bohnen mehr Geschmacksstoffe nachsagt.
Die Mokkakanne – Caffè­tiè­ra
  • 1933 entwickelte der Italiener Alfonso Bialetti die „Moka Express“- eine die legendäre Kanne aus Aluminium.
  • Man bekommt die acht­eckige Kanne in den verschiedensten Größen und Formen zu kaufen.
  • Gebrüht wird der Kaffee durch den bei der Erhitzung ent­stehenden Dampfdruck.
  • Durch die hohe Brühtemperatur kann der Kaffee herb bis bitter schmecken.
  • Für alle, die aufgrund des Aluminium gesundheitliche Probleme befürchten, gibt es die Kanne auch aus Edelstahl.
Der Mokka
  • Der türkische Mokka ist ein der ältesten Zu­be­reitungs­formen und gehört seit 2013 zum Unesco-Weltkulturerbe.
  • Das staubfeine Kaffeepulver wird mit oder ohne Zucker in der Cezve mit Wasser auf­ge­­gossen und auf­­gekocht.
  • Diese Art der Zubereitung ist in den meisten Ländern des öst­­lichen Mit­tel­meer­rau­mes verbreitet, wie z. B. in Griechenland.
  • Je nach Tradition werden auch Gewürze wie Kar­da­­­mom, Nelken, Zimt oder Pi­ment dazugegeben.
  • In den Vereinigten Arabischen Emiraten auch Safran und Rosenwasser.
Mokka – Caffè Mocha – Mochaccino
  • Der Name ist von der Hafenstadt Mokka abgeleitet.
  • Caffè Mocha ist ein Cappuccino, mit heißer Scho­ko­lade oder Schokoladensirup und Milchschaum oder Sahnehaube.
  • In Ös­ter­reich wird der kleine Schwarze auch als Mokka bezeichnet.

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