Irak

Hier hat die arabische Kaffeekanne Dallah ihren Ursprung.

Früher war Jordaniens Hafen Aqaba ein wichtiger Knotenpunkt des internationalen Kaffeehandels.

Von dort brachten die Karawanen der Beduinen den Kaffee in den Irak und Iran.

Im Irak ist Kaffee Teil der Gastfreundschaft und bedeutet Großzügigkeit. Wenn der Gastgeber seinen Gästen Kaffee in seinem Haus anbietet, ist das ein Zeichen von Respekt und sozialem Status. Die Kaffeezeremonie folgt einer eigenen Etikette. Die erste Tasse ist quasi ein Muss. Ob die Gäste eine Zweite trinken wollen, bleibt ihnen überlassen. Wenn der Gastgeber eine dritte Tasse anbietet, bedeutet das Respekt und Ehre im Interesse der Besucher. Lässt jemand eine eingeschenkte Tasse Kaffee unberührt, heißt das nicht, dass der Kaffee nicht schmeckt. Vielmehr kann der Gast mehr wollen, wie um die Hand einer Frau anhalten oder bei der Versöhnung zweier Familien oder Menschen helfen.

☕ Traditionelle Zubereitung

Arabischer Kaffee ist oft stark und bitter, gesüßt durch verschiedene Gewürze. Jede Gemeinde verwendet ihre eigene spezielle Kombination – Kardamom ist aber das beliebteste Gewürz. Zubereitet wird der Kaffee in einer Metallkaffeekanne wie der Dallah über einer offenen Flamme oder einem Ofen. 

Irakischer Kaffee
  • Das Kaffeepulver wird vorab mit den Gewürzen wie Kardamom versetzt.
  • Dann mischt man 1 TL Kaffee pro 1 EL Wasser.
  • Dieser Paste fügt man beim Erhitzen nach und nach Wasser unter ständigem Rühren hinzu.
  • Aber nur solange, bis der Kaffee immer noch sehr stark ist und eine cremige Textur hat.
  • Aufgekocht wird der Kaffee auch nur ein Mal.
  • Serviert wird der Kaffee in einem Dallah, wie in vielen anderen arabischen Ländern.
  • Die Dallah wurde als Erstes in Bagdad hergestellt. Deshalb wird die Dallah auch Bagdad-Kessel genannt.
  • Von den Beduinen wurde die Kanne in der arabischen Welt verbreitet.
  • Eingeschenkt wird der Kaffee in kleine arabische Kaffeetassen.

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